Fahrradtouren: Sauerland, 4. Etappe, gefahren am 09.07.2026
Der Sackpfeyffer zu Linden
Profil
Berg, schwer
Route
Bigge (332) – Olsberg (359) – Langerberg (520) – Altenbüren (465) – Brilon (440) – Romberg (496) – Plattenberg (533) – Messinghausen (373) – Remstoß (310) – Helminghausen (296) – Padberg (391) – Niedermühle (320) – Marsberg (249) – Bahnfahrt: Marsberg – Warburg – Altenbeken – Hannover Hbf. – Hannover, Abfahrt vom Hauptbahnhof
Länge
53,5 km (davon 5,8 km in Hannover)
Fahrzeit
4 h 38 min
Reisezeit
7 h 40 min
Schnitt
11,5 km/h
Spitze
39,3 km/h
Höhenmeter
570 m
max. Steigung
17 %
max. Höhe
533 m ü.NHN
Beschreibung
Das Wetter vom Vortag setzte sich fort, wobei die Sprüh- und Nieselregenschauer im Tagesverlauf weniger wurden und ab dem Nachmittag ganz ausblieben. Kurz nach dem Etappenstart lag die Wolkenunterkante über dem Hochsauerland bei nur etwa 600…700 m ü.NHN, wodurch die Gipfel der höheren Berge in Wolken lagen. In Olsberg erfolgte keine Streckenwiederholung vom Vortag. Die Etappe führte am recht hoch gelegenen Bahnhof Olsberg vorbei Richtung Langerberg (Pass). Westlich des Passes liegt der Langer Berg (Berg). Südlich von Olsberg (Stadt) liegt der Olsberg (Berg), dessen Gipfel gerade so in den Wolken lag. Von der Südrampe des Langerberg aus betrachtet vermittelten die recht steil aus dem Ruhrtal aufsteigenden und von der Wolkenunterkante „abgesägten“ Berge die Illusion, dass das auch ganz wo anders sein könnte und sich in den Wolken weitaus mehr verbirgt als dies real der Fall ist. Mit der Überquerung des Langerberg geriet das Hochsauerland für den Rest der Etappe aus dem Blickfeld. Die Briloner Höhen bieten ein eher welliges Landschaftsbild. Östlich von Brilon wurde fast die Rhein-Weser-Wasserscheide erreicht, aber dort nicht mit einer Abfahrt ins Hoppecketal überquert, wodurch eine Streckenwiederholung vermieden wurde. Der statt dessen gewählte Radweg verläuft bis Romberg knapp nördlich eines Kamms und liegt somit noch im Einzugsbereich des Rheins. Mit der Überquerung des Plattenberg, dessen sehr unscheinbare Passhöhe in einer Streusiedlung liegt, wurde auf dem Radweg die Rhein-Weser-Wasserscheide überquert. Von Westen kommend ist die Passhöhe unter anderem deshalb so unscheinbar, da der Radweg von Romberg nach Plattenberg kaum merklich ansteigt und komplett im Wald verläuft. Im Gegensatz dazu lässt die Ostrampe deutlich erkennen, dass die auf einen Pass führt. Der Remstoß ist hingegen von der Trassierung her ein typischer Mittelgebirgspass. Auch dort liegt die Passhöhe im Bereich einer Streusiedlung. In Helminghausen wurde auf den Diemelradweg aufgefahren. Dieser weist in Padberg ein mit bis zu 17 % Neigung für Reiseradler inakzeptables Streckenprofil auf. Und kurz vor Tourende bot der Diemelradweg auch noch das, was auf dieser Tour nicht liegen sollte: Schotterpiste. Etwa mit Erreichen dieses Schotterabschnitts bekam die Wolkendecke zunehmend Löcher, wodurch die Temperatur rasch auf über +20 °C anstieg.