Touren 2014 Der Sackpfeyffer zu Linden

Alpen, 03. Etappe, gefahren am 30.07.2014

ProfilBerg, schwer
RouteBovec (434) – Log pod Mangrtom (643) – Strmec na predulu (955) – Predel (1156) – Lago del Predil (966) – Sella Nevea (1195) – Chiusaforte (391) – Resiutta (316) – Amaro (298) – Tolmezzo (323) – Villa Santina (363)
Länge84,1 km
Fahrzeit5 h 52 min
Reisezeit10 h 25 min
Schnitt14,3 km/h
Spitze43,4 km/h
Höhenmeter1124 m
max. Steigung12 %
max. Höhe1195 m s.l.m.
BeschreibungMit dieser Etappe stand die Königsetappe an! Sie bot die meisten Höhenmeter bergauf, obwohl alle folgenden Etappen jeweils höher gelegene Orte erreichen sollten. Auch war sie die längste Etappe, was aber nicht beabsichtigt war, sondern auf einen Zahlendreher bei der Planung im Vorfeld zurückzuführen war. Der Start verzögerte sich etwas, da morgens starker Regen fiel. Dem entsprechend war das Wetter auch nicht sonderlich schön. Bis zur Passhöhe des Predel fiel immer wieder etwas Regen. Ab Log pod Mangrtom kam vereinzelt mal die Sonne zwischen den Wolken durch, aber durchweg trocken blieb es erst nach der Überquerung des Predel. Lediglich die Temperaturen bewegten sich im angenehmen Bereich.
Die Straße von Bovec zum Predel steigt zunächst nur leicht an und bietet leider auch einige verlorene Höhenmeter. Beeindruckend ist ein Blick von der Brücke über die Koritnica, die dort durch eine tiefe Schlucht fließt. Mitten in Log pod Mangrtom zieht die Steigung fast abrupt merklich an, woran sich bis auf kurze flachere Abschnitte auch bis zur Passhöhe nichts mehr ändert. Die Straße zum Mangrt, die höchste befahrbare Straße Sloweniens, die von der Passstraße abzweigt, wurde nicht gefahren, denn das hätte jeden zeitlichen Rahmen gesprengt. Vor Ort bog auch nur ein Rennradfahrer ohne Gepäck am Fahrrad auf diese Straße ab. Auf der Passhöhe des Predel erfolgte der Grenzübertritt nach Italien. Auch hier ist nichts mehr vom "Eisernen Vorhang" zu sehen. Die Festungsbauwerke an der Passstraße, von denen das am tiefsten gelegene gut erhalten ist und heute noch zivil genutzt wird, die beiden nahe der Passhöhe aber nur noch Ruinen sind, erlebten ihren letzten militärischen Einsatz während des 1. Weltkrieges.
Nach der Abfahrt zum Lago del Predil begann der Anstieg zum Sella Nevea, der bis auf einen kürzeren Abschnitt sehr moderat verläuft. Am Straßenrand fanden sich die Reste einer vom im letzten Winter abgegangenen Lawine. Der Schnee der Lawine war trotz der geringen Höhe dieses Ortes noch nicht komplett geschmolzen, während auf der den Schnee bedeckenden Schicht bereits neue Pflanzen wuchsen.
Der Sella Nevea ist ein eigenartiger Pass. Die eigentliche "Passhöhe", also der Ort, an dem die Passstraße vom einen ins andere Tal, hier vom Val Rio del Lago ins Val Raccolana, wechselt, ist nicht gekennzeichnet. Westlich dieses Ortes steigt die Passstraße noch einige Meter an, bevor sie zum Ort Sella Nevea abfällt. Auch an diesem Ort findet sich keine Kennzeichnung. Als "Passhöhe" wird häufig das Ortschild am östlichen Ortseingang von Sella Nevea gezeigt, was aber falsch ist, da dieser Punkt bereits auf der Westrampe zum Sella Nevea liegt und auch nicht den höchsten Punkt der Passstraße markiert. Trotz der geringen Höhe des Sella Nevea fällt die Westrampe über zahlreiche Kehren steil ins Val Raccolana ab. Derartige "Serpentinenknäuel" finden sich meist erst im Verlauf deutlich höher gelegener Passstraßen. Hier behindert allerdings der Wald die Sicht auf den Straßenverlauf.
Nach der Fahrt durch die Kehrengruppe an der Tallinie angelangt verlief der Rest der Etappe mehr oder weniger flach. Bis Chiusaforte machte sich das geringe Gefälle beim Treten zwar ganz angenehm bemerkbar, aber zum Rollen reichte es nicht mehr. Auf einigen Kilometern bis kurz vor Chiusaforte fielen am Hang oberhalb des Nordufers des Torrente Raccolana größere Flächen mit abgestorbenem Bergwald auf. Ab Chiusaforte wurde auf recht breiten Straßen gefahren, die mit entsprechend Stinkeverkehr belastet waren, dafür aber eine recht hohe Fahrgeschwindigkeit ermöglichten. Diese Straßen bieten rechts am Fahrbahnrand Mehrzweckstreifen, sodass enge Begegnungen mit den Stinkekisten aus blieben. Aufgrund der schon deutlich vorgerückten Tageszeit wurde auf irgendwelche Experimente mit Fahrradwegen konsequent verzichtet. Am südlichsten Punkt dieser Tour zeigte ein Blick nach Süden, dass dort die Alpen bald enden. Trotz der Höhenmeter und der Länge der Etappe wurde das Etappenziel noch vor 21:00 Uhr erreicht und dieses Mal war das Quartier auch leicht zu finden.
Die Flüsse Fella und Tagliamento sind noch weitgehend im naturbelassenen Zustand und zeigen, wie früher wohl auch die übrigen, mittlerweile überwiegend stark verbauten Alpenflüsse einmal ausgesehen haben. Uferbefestigungen, die auch gegen Hochwassser schützen, finden sich nur direkt an den Ortschaften und den wenigen Stellen, wo Straßen oder Schienen direkt am Fluss verlaufen. Weitere Hochwasserschutzbauwerke sind im Großen und Ganzen überflüssig, weil die Flüsse genug Platz haben. Dafür fallen die Brücken halt etwas länger aus.

Regen kurz vor dem Etappenstart 
Regen kurz vor dem Etappenstart
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östlich von Bovec, Blick nach Süden 
östlich von Bovec, Blick nach Süden
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östlich von Bovec, Blick nach Nordosten 
östlich von Bovec, Blick nach  Nordosten
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östlich von Bovec, Blick nach Südwesten über Bovec 
östlich von Bovec, Blick nach Südwesten über Bovec
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östlich von Bovec, Blick nach Blick nach Nordwesten 
östlich von Bovec, Blick nach Blick nach Nordwesten
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östlich von Bovec, Blick nach Südosten 
östlich von Bovec, Blick nach Südosten
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die ehemalige Festung "Trdnjava Kluže" an der Südrampe des Predel 
die Kluze an der Südrampe des Predel
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Zoom auf die ehemalige Festung 
Zoom auf die ehemalige Festung
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Blick in ein Seitental … 
Blick in ein Seitental …
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… von der in den Hang gebauten Straße aus 
… von der in den Hang gebauten Straße aus
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zwischen Trdnjava Kluže und Log pod Mangrtom in einer tiefen Klamm … 
in einer tiefen Klamm …
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… fließt die Koritnica, Blick flussaufwärts … 
… fließt die Koritnica, Blick flussaufwärts …
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… und Blick flussabwärts 
… und Blick flussabwärts
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etwas weiter oben: 
etwas weiter oben:
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Europäisches Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) 

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die Koritnica, Blick flussabwärts, und der Rombon … 
die Koritnica, Blick flussabwärts, und der Rombon …
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… sowie ein vorgelagerter Berg,
von Log pod Mangrtom aus gesehen 
… sowie ein vorgelagerter Berg, von Log pod Mangrtom aus gesehen
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die Koritnica, Blick flussaufwärts, und der Mangrt
von Log pod Mangrtom aus gesehen 
die Koritnica, Blick flussaufwärts, und der Mangrt von Log pod Mangrtom aus gesehen
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Zoom auf den Mangrt 
Zoom auf den Mangrt
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Blick von Strmec na predulu nach Süden 
Blick von Strmec na predulu nach Süden
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Blick auf die Ruine der Festung "Sperre Predilsattel" und die Koritnica 
Blick auf die Ruine der Festung "Sperre Predilsattel"
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Zoom auf die Ruine 
Zoom auf die Ruine
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Zoom auf die Koritnica 
Zoom auf die Koritnica
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Blick auf Log pod Mangrtom und den Rombon 
Blick auf Log pod Mangrtom und den Rombon
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Abzweig der Straße zum Mangrt von der Südrampe 
Abzweig der Straße zum Mangrt von der Südrampe
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Durchfahrt durch die "Sperre Predilsattel" 
Durchfahrt durch die "Sperre Predilsattel"
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ein zur "Sperre Predilsattel" gehörendes Bauwerk oberhalb der Straße 
ein zur "Sperre Predilsattel" gehörendes Bauwerk oberhalb der Straße
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Predel, Passhöhe — noch nicht das Dach der Etappe! 
Predel, Passhöhe — noch nicht das Dach der Etappe!
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Blick nach Slowenien 
Blick nach Slowenien
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ehemalige slowenische Grenzkontrollstelle 
ehemalige slowenische Grenzkontrollstelle
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Grenzstein, italienische Seite 
Grenzstein, italienische Seite
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Grenzstein, slowenische Seite 
Grenzstein, slowenische Seite
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wieder im "Westen", Blick zurück in den "Ostblock" 
wieder im "Westen", Blick zurück in den "Ostblock"
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ehemalige italienische Grenzkontrollstelle 
ehemalige italienische Grenzkontrollstelle
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Blick nach Italien 
Blick nach Italien
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die Ruine der "Batterie Predilsattel" 
die Ruine der "Batterie Predilsattel"
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Blick von der Westrampe auf den Lago del Predil 
Blick von der Westrampe auf den Lago del Predil
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Blick über den Lago del Predil auf die Westrampe des Passo di Predil 
Blick über den Lago del Predil auf die Westrampe des Passo di Predil
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der Rio del Lago oberhalb des Lago del Predil 
der Rio del Lago oberhalb des Lago del Predil
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Reste einer Lawine aus dem letzten Winter 
Reste einer Lawine aus dem letzten Winter
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Zoom auf den Schnee 
Zoom auf den Schnee
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Ostrampe zum Sella Nevea über dem Val Rio del Lago 
Ostrampe zum Sella Nevea über dem Val Rio del Lago
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Sella Nevea, Blick ins Val Raccolana 
Sella Nevea, Blick ins Val Raccolana
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Sella Nevea, Blick ins Val Rio del Lago 
Sella Nevea, Blick ins Val Rio del Lago
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"Dach der Etappe" Sella Nevea 
"Dach der Etappe" Sella Nevea
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östlicher Ortseingang des Ortes Sella Nevea — nicht die Passhöhe! 
östlicher Ortseingang des Ortes Sella Nevea — nicht die Passhöhe!
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Blick ins steil abfallende Val Raccolana 
Blick ins steil abfallende Val Raccolana
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Zoom auf Kehren der Westrampe 
Zoom auf Kehren der Westrampe
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westlicher Ortseingang des Ortes Sella Nevea 
westlicher Ortseingang des Ortes Sella Nevea
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freies Blick ins Val Raccolana 
freies Blick ins Val Raccolana
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eine Kehre in der Westrampe
oberhalb der Tallinie 
eine Kehre in der Westrampe oberhalb der Tallinie
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die Torrente Raccolana, wo die Passstraße
die Tallinie erreicht, Blick flussaufwärts 
die Torrente Raccolana, wo die Passstraße die Tallinie erreicht, Blick flussaufwärts
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… und Blick flussabwärts 
… und Blick flussabwärts
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die fast trocken gefallene Torrente Raccolana, Blick flussaufwärts 
die fast trocken gefallene Torrente Raccolana, Blick flussaufwärts
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großflächig abgestorbener Bergwald oberhalb des Val Raccolana 
großflächig abgestorbener Bergwald oberhalb des Val Raccolana
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Zoom auf die toten Bäume 
Zoom auf die toten Bäume
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die Fella in Chiusaforte, Blick flussabwärts 
die Fella in Chiusaforte, Blick flussabwärts
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die Fella zwischen Chiusaforte und Resiutta, Blick flussaufwärts 
die Fella zwischen Chiusaforte und Resiutta, Blick flussaufwärts
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geografischer Tiefpunkt & südlichster Punkt der Tour bei Amaro 
geografischer Tiefpunkt & südlichster Punkt der Tour bei Amaro
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Blick ins Valle del Tagliamento nach Süden 
Blick ins Valle del Tagliamento nach Süden
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der Tagliamento südlich von Tolmezzo,
Blick flussaufwärts 
der Tagliamento südlich von Tolmezzo, Blick flussaufwärts
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Valle del Tagliamento zwischen Tolmezzo und Villa Santina,
Blick nach Westen bis zu den Dolomiten 
Valle del Tagliamento zwischen Tolmezzo und Villa Santina, Blick nach Westen bis zu den Dolomiten
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Zoom auf die Dolomiten am Horizont —
bei dem Licht ohne Stativ nicht 100 %-ig scharf 
Zoom auf die Dolomiten am Horizont — bei dem Licht ohne Stativ nicht 100 %-ig scharf
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Valle del Tagliamento zwischen Tolmezzo und Villa Santina,
Blick nach Osten 
Valle del Tagliamento zwischen Tolmezzo und Villa Santina, Blick nach Osten
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Slowenien
 
SlowenischDeutschItalienisch
BovecFlitschPlezzo
KoritnicaKoritnichCoritenza
Log pod MangrtomBrettendorfBretto di Sotto
Mangrt | MangartMangartMangàrt
PredelPredilpassPasso di Predil
Sperre Predilsattel¹
Strmec na preduluStermitzBretto di Sopra
Trdnjava KlužeFlitscher Klause¹
 
Italien:
Region Friuli-Venezia Giulia | Friûl Vignesie Julie |
Friaul-Julisch Venetien | Furlanija Julijska krajina

 
ItalienischFurlanischDeutschSlowenisch
AmaroDamârGrenak
Batterie Predilsattel¹
ChiusaforteScluseKlausenKluže
FellaFeleFellaflussBela
Lago del PredilLât di RabilRaibler SeeRabeljsko jezero
Passo di PredilPredilpassPredel
ResiuttaResiùteNa Bili
Rio del Lago
Sella NeveaNeveeNeveasattelNa Žlebeh
TagliamentoTilimentDülmende
Tolmezzo
Torrente RaccolanaRacolaneRaccolaReklanici
Val RaccolanaCjanâl di RacolaneRaccolanatalReklanska dolina
Val Rio del Lago
Valle del Tagliamento
Villa SantinaVile
 
¹Zum Zeitpunkt der Errichtung lag das Bauwerk auf österreichischem Staatsgebiet.
 


Alpen, 02. Etappe, 29.07.2014
Alpen, 02. Etappe
29.07.2014
Alpen, 04. Etappe, 31.07.2014
Alpen, 04. Etappe
31.07.2014
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© Sönke Kraft, Hannover 2014
letzte Aktualisierung: 24.08.2014