Fahrradtouren Der Sackpfeyffer zu Linden

Alpen, Abreise, gefahren am 14.08.2023

Profilflach
RouteVoiron (284), Anfahrt zum Bahnhof – Bahnfahrt: Voiron – Lyon Part Dieu – Strasbourg – Offenburg – Hannover Hbf. – Hannover, Abfahrt vom Hauptbahnhof
Länge6,5 km (davon 5,8 km in Hannover)
Fahrzeit0 h 28 min
Reisezeit0 h 30 min
Schnitt13,9 km/h
Spitze23,5 km/h
Höhenmeter10 m
max. Höhe284 m
BeschreibungDa der Proviant für die Bahnrückreise bereits am Tag zuvor gekauft werden konnte, passierte an diesem Tag auf dem Fahrrad fast nichts mehr. Auch in Frankreich gelten Zugbindung und Reservierungspflicht für Fahrradstellplätze nur in Fernverkehrszügen. Somit bestand bei dem Nahverkehrszug von Voiron nach Lyon Part Dieu freie Auswahl. Da diese Relation werktags tagsüber im Halbstundentakt bedient wird, war geplant eine halbe Stunde früher als nötig in Voiron abzufahren, um den Anschluss in Lyon Part Dieu zuverlässig zu erreichen. Da in Voiron sehr zeitig zum Bahnhof gefahren wurde, wurde sogar noch ein Zug früher erreicht und auch genutzt, da Warten in Voiron sinnfrei gewesen wäre. Ein angedachtes vorgezogenes Mittagessen im Bahnhof Lyon Part Dieu fiel allerdings aus. Dort gab es keine warmen Speisen, sondern nur Backwaren und Sushi. Etwas gewöhnungsbedürftig ist in Frankreich, dass in den größeren Bahnhöfen die Gleise für die einfahrenden Züge erst ca. 20 min vor deren Abfahrt angezeigt werden. Vorher werden nur die Abfahrten an sich angezeigt. Der Fernverkehrszug von Lyon Part Dieu nach Strasbourg kam mit 5 min Verspätung an, die bis Strasbourg aber wieder eingefahren wurden. Möglich war dies, da der Zug an jedem Bahnhof einen ausreichend langen Aufenthalt hatte, der bei geringem Fahrgastwechsel abgekürzt wurde, um die Verspätung wieder abzubauen. Der Zug selbst bestand aus älterem TGV-Rollmaterial, mit dem nicht mehr ganz so schnell gefahren wurde. Das Angebot war grob mit dem deutschen IC vergleichbar. In Strasbourg, wo es auch drückend heiß war, wurde wieder in einen französischen Nahverkehrszug nach Offenburg umgestiegen. Dieser Zug fuhr pünktlich. Der ICE von Offenburg nach Hannover startete in Offenburg mit 20 min Verspätung, die unterwegs zeitweise bis auf 30 min anwuchs. In Frankfurt am Main wurde wie schon bei der Bahnanreise der Fernverkehr über Frankfurt (Main) Süd umgeleitet, da die von einem Lkw beschädigte Eisenbahnbrücke vor Frankfurt (Main) Hauptbahnhof immer noch nicht repariert worden war. Hannover Hbf. wurde mit 20 min Verspätung erreicht.
Diese Tour brachte für zukünftige Touren ein Problem. Weiter oben rüber geht nicht, denn mit dem Col de l'Iseran wurde der höchstgelegene befahrbare Alpenpass überquert. Die Hochgebirge mit noch höher gelegenen befahrbaren Pässen liegen indiskutabel weit weg. In den Alpen bleibt noch die vom Col de la Bonette abgehende Ringstraße, die etwas weiter rauf führt, aber eben kein Pass ist. Die Sackgassen in den Alpen sind unattraktiv. Anders als in den Mittelgebirgen, wo die Sackgassen in der Regel auf einem Berggipfel enden, enden die Sackgassen in den Alpen einfach irgendwo im Hang.
Ein Grund, warum erst die 16. Alpentour nach Frankreich führte, war die Sprachbarriere. Früher wurde den Franzosen wohl nicht ganz ohne Grund nachgesagt, dass sie sich innerhalb Frankreichs auch dann weigern andere Sprachen als Französisch zu sprechen, obwohl sie diese sprechen könnten, wenn der Gegenüber kein Französisch spricht. Das war bei dieser Tour nicht feststellbar. Da es nach dem obligatorischen «Bonjour!» („Guten Tag!“) oder später am Tag «Bonsoir!» („Guten Abend!“) nicht auf Französisch weiter ging, wurde in allen Fällen eine andere Lösung für die Kommunikation gefunden, wobei es meistens auf einfaches Englisch hinaus lief. Das mag zum Einen an dem vielfach vollzogenen Generationenwechsel in den Hotels und Restaurants liegen. Zum anderen dürfte das auch an den Folgen der Corona-Pandemie liegen. Auch in Frankreich gab es während der Corona-Pandemie staatliche Zwangsmaßnahmen wie Restaurant- und Hotelschließungen. Die Betriebe, die diese Zeit überlebt haben, müssen jetzt sehen, wo sie bleiben. In den Restaurants wurden oftmals mehrsprachige Speisekarten, meist in französischer und englischer Sprache gereicht. In einem Restaurant, als es nach «Bonsoir!»nicht auf Französisch weiter ging, holte der Kellner sogar einen Kollegen, der dann Englisch sprach. Die Bestellungen gestalteten sich dennoch schwierig, da in vielen Restaurants (fast) nur komplizierte Küche angeboten wurde und einfache Gerichte auf den Speisekarten fehlten. In diesem Punkt wurde das gängige Klischee über die französiche Küche bedient. Komplizierte Küche kam nicht in Frage, denn bei Fahrradtouren gilt die einfache Regel „Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich!“. Auf der anderen Seite standen die in vielen Bergdörfern vorhandenen gut sortierten Dorfläden, die die Proviantergänzung unterwegs stark vereinfachten. Alles in allem steht einer weiteren Alpentour (auch) durch Frankreich nichts entgegen.

Rien ne va plus. 
Rien ne va plus.
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Au revoir! 
Au revoir!
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Alpen, 13. Etappe, 13.08.2023
Alpen, 13. Etappe
13.08.2023
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letzte Aktualisierung: 18.12.2023